WORKSHOPVERFAHREN BURGPLATZ
STADTBAU AG

LEIPZIG | 2015

Im Mai 2014 nahmen wir Teil an einem Workshopverfahren für eine Bebauungsstudie des Burgplatzes in Leipzig.

Die platzdefinierende Raumkante zum Burgplatz folgt der historischen Grundstücksgrenze und nimmt bogenförmig den Verlauf von der Markgrafenstraße zur Burgstraße auf. Ein geschlossener Block kann nicht geplant werden, da es die historische Schloßstrasse nicht mehr gibt und der ehemalige Straßenverlauf durch die Rotunde des Petersbogens besetzt ist. Mit der Entwicklung einer funktionalen Gebäudestruktur haben wir im 1. – 3. Obergeschoss begonnen, da sich die Wirtschaftlichkeit dieses Gebäudes in den Büroetagen entscheidet, d.h. Festlegung eines optimalen  Rasters für das Tragwerk und den Büroausbau im Hinblick auf die unterschiedlichen Nutzungsformen wie Zellenbüro, Kombibüro oder Großraumbüro, Festlegung einer optimalen Gebäudetiefe um diese drei Büroformen in allen Bereichen des Geschosses anordnen zu können. Das optimale Fluchtwegekonzept mit zwei außenliegenden Treppenhäusern, verbunden durch einen notwendigen Flur für den 1. Und 2. Rettungsweg und die Anbindung von 400 m² Einheiten lässt eine flexible Vermietung an Einzelmieter oder Großmieter zu.

Im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss sind Flächen über die gesamte Grundstücktiefe für Gewerbe und Einzelhandel angeordnet. Die Dachfläche über dem 1. OG ist als gestalteter Freibereich ausgebildet und stellt die Verbindung zu den Erschließungselementen der Rotunde her.

In den zurück springenden Dachgeschossen sind Wohnungen in unterschiedlichen Größen geplant.

Diese Verteilung der Nutzungen im Gebäude und die städtebaulichen Gegebenheiten spiegeln sich im Fassadenentwurf wider. Elegant wird die Horizontale betont und folgt selbstverständlich der Grundstücksgrenze. Das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss sind in der Höhe betont und bilden den Sockel. Die zurück springenden Wohnungsgeschosse betonen die Attika über dem letzten Bürogeschoss, die die Anschlusshöhen zu den Nachbarn aufnimmt.

Aus 6 Teilnehmern wurden nach einer 1. Phase 3 Architekturbüros für die 2. Phase ausgewählt, zu denen wir gehörten. Ein Grundstückserwerb durch den Auftraggeber kam aus nachvollziehbaren Gründen leider nicht zu Stande und das Verfahren wurde abgebrochen.


Bilder: © Artem Tkatchenko / Rendart

  • PLANUNG:
  • 2014
  • LPH:
  • Wettbewerb

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