IDEENWETTBEWERB GRÜNDERVIERTEL
HANSESTADT LÜBECK

LÜBECK   |   DEUTSCHLAND   |   2015

In der mondhellen und sternenklaren Osternacht vom 28. auf den 29. März 1942 nehmen 234 Bombenflugzeuge Kurs auf die alte Hansestadt Lübeck. Der Angriff beginnt um 22:30 und dauert fast drei Stunden.


Entwurfsbeschreibung

73 Jahre später entwerfen wir drei Häuser für den Wiederaufbau des damals zerstörten ältesten Kaufmannsviertels in Lübeck zwischen Marienkirche und Trave. Auch wenn der Grundriss jedes einzelnen Gebäudes nicht im Focus der Aufgabenstellung liegt, muss der Grundriss Ausgangspunkt für die Konzeptfindung sein. Parzellenbreiten und die gewünschte Wohnnutzung ließen uns grundlegende Festlegungen treffen. Haustyp I und II erhalten im Erdgeschoss einschl. der ebenerdigen Fläche im hofseitigen Anbau jeweils eine gewerbliche Einheit. Im Haustyp III wird darauf verzichtet. Nur der Haustyp I wird mit einem Aufzug ausgestattet. Somit ist definiert, dass im Haustyp I Geschosswohnungen (Einspänner oder Zweispänner variierbar) angeordnet werden, welche barrierefrei erreichbar sind. Im Haustyp II sind über der Gewerbeeinheit zwei Maisonette Wohnungen zu finden und der Haustyp III ist als mehrgeschossiges Einfamilienhaus konzipiert. Die unterschiedlichen Nutzungen in den Haustypen I und II verlangen zwei separate Eingänge im Erdgeschoss wobei die Zugänge der Geschäfte stärker betont werden. Eine stärkere Akzentuierung der Sockelbereiche dieser Häuser gegenüber dem Haustyp III ist die logische Konsequenz. Die Fassade Haustyp III ist ebenfalls gegliedert in Sockel, Regelgeschosse und Giebel, jedoch in zurückhaltender Weise, der Hausgröße entsprechend. Dieser gewünschten Zurückhaltung entspricht die Putzoberfläche für das gesamte Gebäude, welche unterschiedlich strukturiert ist. Der Haustyp I als größtes Gebäude hat einen zweigeschossigen Sockel aus Travertin und einen mit Torfbrandziegeln verkleideten Giebel. Der mit Formelementen aus eingefärbten Beton verkleidete Giebel des Haustyps II lagert auf einem Sockel aus Klinkermauerwerk.


Bilder: © klm-Architekten

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