BAUHAUSMUSEUM
STIFTUNG BAUHAUS DESSAU

DESSAU   |   DEUTSCHLAND   |   2015

Neubau Bauhausmuseum Dessau

 

Der Ort

Palaisgarten

Ministerialgarten

geplanter Theaterpark

Gemüsegarten während des Krieges

1945 Bombentrichterfeld

Stadtpark der 60er Jahre

2011 Mehrgenerationenpark

2015 geplanter Standort für den Neubau des Bauhausmuseums Dessau

Die Geschichte des gewählten Standortes kann bewegender nicht sein. Schaut man zurück auf diese Geschichte und betrachtet gleichzeitig die erreichte heutige Qualität und Bedeutung des Stadtparkes, möchte man meinen: dieser Ort sollte ruhen. Jedoch weil dieser Ort für Dessau diese Bedeutung als fußläufige „Schaltstelle“, „Gebrauchsraum der städtischen Naherholung und Freizeit“ und „Mehrgenerationenpark“ gewonnen hat, ist der Museumsneubau, was den Park bereichert.

 

Der Städtebau

Durch gesellschaftliche Entwicklungen, Industrialisierung, Kriegszerstörung, Wiederaufbau und Umbau entstand eine heterogen geprägte städtebauliche Umgebung. Fragmente einer Blockrandbebauung, Scheibenhochhaus, Punkthochhäuser, ein Teehäuschen und eine Anzahl von Skulpturen verschiedenster Epochen sind die architektonischen Nachbarn - unterschiedlich in Dominanz, Nutzung und Funktion. Es gibt keine durch Gebäude markierten Hauptzugänge in den Park, sondern viele Orte der Vernetzung in das städtische Straßengefüge. Gemeinsamer Verknüpfungspunkt für alle vorhandenen städtischen Gegebenheiten ist der Stadtpark.

 

Das Entwurfskonzept

Der Bedeutung des Ortes im Zusammenhang mit der architektonischen Umgebung folgt der für uns logische Entwurfsansatz: ein weiterer Solitär im Park –  Museum im Park, so platziert, dass sensibel in die vorhandene Struktur des Parks eingegriffen wird und gleichzeitig eine optimale Funktion des Gebäudes erreicht wird. Wir planen ein Museum mit zwei Geschossen. Weil wir erstens mit der Traufkante unterhalb der Kronen der größeren Bäume bleiben möchten, um die Integration in die Parklandschaft zu betonen. Zweitens möchten wir die Ausstellungsflächen zusammenhängend auf einer Ebene anordnen. Diese befinden sich im Obergeschoss, schwebend auskragend über dem Erdgeschoss. Die gewollte Horizontalität wird verstärkt durch die Fassadengestaltung aus konkav gezogenen Formteilen aus Leichtbeton, welche unterbrochen sind durch verglaste Bereiche, dort wo der Außenbezug gewünscht ist. Fenster der Nebenräume liegen hinter perforierten Aluminiumtafeln, welche die konkave Wölbung der Betonformteile aufnehmen. Die reduzierte Klarheit der äußeren Erscheinung des Museums wird durch die konsequente Übersetzung der Grundrisse erreicht.


Bilder: © klm-Architekten

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  • Stiftung Bauhaus Dessau